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Hier hat Frau den Hut auf

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Bild zur Meldung: Hier hat Frau den Hut auf

Alt Damerow - Auf dem ältesten Bauernhofensemble im Landkreis Parchim hat eine Frau den Hut auf. Kerstin Zimmermann ist im Agrarhistorischen Museum Pingelhof Museumsführerin mit Leib und Seele. Sie macht Jung und Alt mit der Geschichte des mehr als 400 Jahre alten Hofes bekannt und organisiert auch die kulturellen Höhepunkte.

SVZ-Redakteur Wolfried Pätzold stellte ihr 20 Fragen.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz im Parchimer Land?
Eindeutig auf dem Pingelhof. Hier ist es wirklich wunderschön und man trifft die nettesten Menschen.

Was würden Sie als Bürgermeisterin beispielsweise in Parchim sofort ändern?
Dazu kann ich mir kein Urteil erlauben. Das überlasse ich kompeteren Leuten, die sich damit auskennen.

Wo kann man Sie in der Parchimer Region am ehesten treffen?
Auf dem Pingelhof. Ich habe den schönsten Arbeitsplatz auf der ganzen Welt.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Ich habe als Schülerin Samstags und Sonntags im Altenheim gearbeitet.

Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Für die grüne Ausgabe vom "Herrn der Ringe". Dafür ist fast ein ganzes Monatsgehalt draufgegangen. Hundert Mark hat das Buch gekostet. Es war jede Mark wert und ist immer noch eines meiner Lieblingsbücher.

Was würden Sie gerne können?
Musizieren. Ich habe mir vor einigen Jahren eine Harfe gegönnt und übe, wenn ich Zeit habe. Es macht soviel Freude, aber ich tue mich doch schwer damit. Letztes Jahr habe ich ein Tafelklavier von 1850 gekauft. Damit möchte ich mich nun auch bald befassen.

Was stört Sie an anderen?
Am meisten: Intoleranz. Jeder Jeck ist anders.

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Ich habe drei Hunde und sechs Katzen, die friedlich miteinander in einem Korb schlafen. Die sorgen mitunter für richtige Tierspäße.

Was Unvernünftiges haben Sie zuletzt getan?
In der vergangenen Woche habe ich einen verrückten Hut gekauft. Ich liebe Hüte. Meine Mutter sagte immer: "Nichts belebt so sehr wie ein neuer Hut."

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Mein Mann. Er ist mein Streiter auf weißem Roß, der für die Verfolgten eintritt. Er hat viel Geduld und Humor. Zwei Eigenschaften, die er wohl auch mit mir braucht.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Ich habe immer mehrere Bücher "in Arbeit". Je nach Lust und Laune lese ich dann mal in diesem oder jenem weiter. Bücher sind für mich Grundnahrungsmittel und ich gehe nicht ohne aus dem Haus. Meine Favoriten sind im Augenblick die "Ilias" von Homer und "Darwin und die Götter der Scheibenwelt" von meinem Lieblingsautor Terry Pratchett.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Prof. Harald Lesch auf Bayern alpha und Dr. House.

Wo trifft man Sie eher: Bei einem Spiel des Parchimer Fußballclubs PFC oder bei den Volleyballerinnen des PVC?
Bei keinem der beiden Sportclubs. Ich treibe lieber selber Sport, als anderen dabei zuzusehen.

Wen würden Sie gerne mal treffen?
Captain Kirk und Spock, die Helden meiner Kindheit, die in mir die Liebe zu Sience Fiction geweckt haben.

Wenn Sie nicht selbst kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Von jedem etwas. Ich liebe es, etwas Neues zu probieren und zu genießen.

Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Es ist das Lied "Der liebe Herrgott geht durch den Wald". Das haben meine Mutter und meine Oma im Duett gesungen, wenn wir früher mit dem Auto unterwegs waren. Daran erinnere ich mich gerne.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Ich habe mal als Werbegeschenk von einem Buchversand das Gedicht "Desiderata" von Max Ehrmann bekommen. Ich fand es so treffend, dass es jetzt in meinem Badezimmer hängt, damit man es jeden Tag sehen kann.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Ich möchte einmal einen Wal berühren. Diese Tiere beeindrucken mich zutiefst.

Was werden Sie als Rentner machen?
Ich habe fest vor, 130 Jahre alt zu werden, also geht als Rentnerin die Party erst richtig los. Ich werde malen und musizieren. Und Motorrad fahren lernen. Und Ballett lernen. Und ...

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen?
Wolfgang Kaelcke, dem Chef des Parchimer Museums. Wir kennen uns nicht, haben aber schließlich beide großes Interesse an der regionalen Geschichte.

 

Wolfried Pätzold

 

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